| Dauer: |
4 Tage - Pico Humboldt Trek |
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| Fitness: |
Erfahrung von
Vorteil, körperlich sehr fit! Falls die Gruppe aufgrund von
Fitness oder Höhenproblemen nicht zum Gipfel aufsteigen kann,
erfolgt die Fortsetzung des Treks in Absprache mit den Guides im
Páramogelände
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| Leistung: |
Transport, eng.
Reiseleitung, Zelte und Schlafsäcke von Salewa, Isomatte,
Vollverpflegung, Träger (wobei persöhnliche Dinge und (aus
Sicherheitsgründen) Helm, Isomatte, Schlafsack Steigeisen,
Eispickel (ca. 12 Kilo) immer selber getragen werden müssen)
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| Preis: |
380 Euro/Person |
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Der Pico Humboldt ist mit 4942 Meter der zweithöchste Berg
Venezuelas. Der Aufstieg erfordert eine sehr gute Kondition und
körperliche Verfassung, Bergsteigererfahrung ist nicht zwingend
von Nöten. Wir empfehlen dieses Trekking mehr als den Pico Bolivar
Trek, da er Landschaftlich schöner und technisch einfacher ist !!
1. Tag: Morgens brechen wir auf und fahren nach
la Mucuy im Sierra Nevada Nationalpark. Wir starten auf einer Höhe
von 2000 meter zu einer 5-stündigen Wanderung durch den
subtropischen Nebelwald. Auf 3100 Meter erreichen wir unser Ziel die
Laguna Coromoto. Hier schlagen wir die Zelte auf.
2. Tag: Heute wandern wir von der Laguna
Coromoto über den Paramo bis zur Laguna Verde, wobei zunächst
Elfenwälder die Landschaft prägen und dann von
Páramo-Vegetation abgelöst werden. Wir werden über
gewaltige Steine klettern, die während der letzten Eiszeit aus dem
Gebirgsmassiv gesprengt wurden. Unser Nachtlager schlagen wir an der
Laguna Verde auf. Vor uns liegt der mit schneebedeckte
Humboldt-Gletscher.
Tag 3: Nach dem Frühstück werden wir
zunächst zur tief türkisfarbenen Laguna el Suero wandern. Von
hieraus geht es mal wandernd mal kletternd zum Fuss des Gletschers.
Jetzt kommen Seile, Steigeisen, Eispickel und Gurte zum Einsatz, um in
das ewige eis vorzudringen. Wir benötigen ca. 30 Minuten um den
Gletscher zu Überqueren und zum Gipfel des Pico Humboldt zu
gelangen. Für die Mühen des Aufstiegs entlohnt ein
atemberaubender Rundblick über die teilweise schneebedeckten
Gipfel der Anden. Danach steigen wir wieder ab und wandern zurück
zum Basiscamp an der Laguna Verde.
Tag 4: Wir werden gut 7 Stunden für den
Rückweg über die Laguna Coromoto nach La Mucuy
benötigen. Dort erwartet uns am Inparques Büro unser
Transport und bringt uns zu Posada, Dusche, Speis und Trank.
Was ihr für euren Trek mitbringen solltet:
* Fleece Mütze
* Handschuhe
* Sonnenschutzkappe
* Sonnenbrille (UV Filter)
* Sonnenkreme Schutzfaktor 30 (minimum)
* Rucksack mindestens 65 l. Das Gepäck der Teilnehmer wird ca. 12 kg schwer sein!
(Ein Zusatzträger kann fakultativ dazugebucht werden.)
* mehrere T-shirts
* Skiunterwäsche
* Trekkingschuhe (an die man die Steigeisen anpassen kann)
* Winddichte Regenjacke (Goretex)
* Winddichte Hose
* Taschenlampe
* Innenschlafsack
(* Schlafsack)
(* Isomatte)
(* Kamera)
Für nachts:
* Fleece Jogging Hose
* Transtextil atmungsaktive Shirts
* Fleece Jacke
* Dicke Socken (Thermische)
p
Trippreport von Diana und Norbert Hofmann:
Für mich und meine Frau war der Schwerpunkt beim Bergsteigen und
da wir sehr erfahrene Expeditionsbergsteiger sind wollten wir auf
eigene Faust die Kordillere der Sierra Nevada erkunden. Im folgenden
eine kleine Tourenbeschreibung der Trekkingroute und der schweren
Gipfelbesteigungen. Die Trekkingtour selbst lässt sich von
halbwegs erfahrenen, trittsicheren und vor allem ausdauernden
Bergsteigern durchaus alleine durchführen. Ansonsten ist ein Guide
eine sinnvolle Alternative, bei den Gipfeln allerdings dringend
empfohlen, außer man hat bereits erhebliche Westalpenerfahrung!
Start ist in der Nationalparkstation La Mucuy auf ca. 2030m (mit Taxi
leicht von der Posada in einer halben Stunde erreicht).Hier werden auch
die Permits für die Tour und den Zeitraum ausgestellt. Der erste
Tourenabschnitt führt beim letzten Gebäude leicht rechts in
den Urwald hinein. Dann alsbald als deutlicher Steig durch den
faszinierenden immer geräuschvollen Wald. Nach überschreiten
eines Rückens führt der Weg in den Talgrund zum Wasserfall.
Dann nochmals Steil eine Stufe hinauf ehe sich das Gelände
abflacht und bald das hintere See Ende des Laguna Coromoto auf 3200m
nach 5-7 Std. erreicht ist. Die schöneren, traumhaften
Zeltplätze befinden sich allerdings am hinteren Ende, also
nochmals 45min. zusätzlich einplanen. Eine grandiose Natur mit den
sogenannten Elfenwäldern umgibt den paradiesischen Lagerplatz. Der
nächste Tag beginnt mit steilen Anstieg im linken Hangebereich des
Tales. Eine Steilflanke wird in luftiger Höhe mit einem Holzbrett,
mit Drahtseilsicherung überwunden, also eine Art Miniklettersteig.
Folgend nochmals etwas hinab um wieder an den linken Hangseiten unter
gewaltigen Felskuklissen empor zu steigen. Kurz vor der engültigen
Einengung des Tales eine Schlüsselstelle im I Grad, mittels einer
5m hohen Felsrippe. Im Anschluß das Tal nach rechts ausqueren und
über schmale Bänder auf die nächste Stufe steigen die
das Tor zum größten See bildet, der Laguna Verde auf 4000m.
Gute 5-6 Std. sollte der mit Rucksack bepackte Trekker einplanen. Ein
wunderschöner See in dramatischer Lage, überragt vom
zweithöchsten Gipfel Venezuelas, dem 4942m hohen Pico Humboldt.
Der dritte Tag wird etwas erholsamer. Nach etwas felsiger Umrundung des
unteren Seeteiles flach das Tal unterm Humboldtgipfel hinein und am
Ende links nochmals aufwärts zum idyllisch gelegenen See Laguna
Suero auf 4200m. Mehr als gute 3-4Std., je nach Höhenanpassung
sollten genügen um den See zu erreichen.
Für die alpin versierten bietet sich am Folgetag der Humboldt an,
aber Achtung keinesfalls diese Tour unterschätzen. Der Berg
forderte bereits öfters Menschenleben! Der Anstieg führt am
rechten Seeufer entlang zum Wasserfall im durch Gletscher geschliffenen
Felskessel. Steinmännchen weisen mehr oder weniger den Weg oder
mal den Weg in die Irre. Am besten zwei Stufen links des Wasserfalls
empor. Dann über ein langes schmales Band steil links hinauf, den
Kessel querend und gut Höhe überwindend. Bei Trockenheit
Stellenweise III. Bei Nässe EXTREM rutschig und gefährlich!!!
Da kaum Möglichkeiten Sicherungen zu legen. In leichteren
Schotterigen Gelände angekommen wird aus den Spuren zusehends ein
Steig. Dieser führt mittels Serpentinen zu den markanten
Felszähnen über uns empor, unterschreitet diese um
unmittelbar im Anschluss einen Sattel vor dem Gletscher zu erreichen
auf ca.4800m. Nun den folgenden Grat leicht überklettern um den
Gletscher zu erreichen. Das Eisfeld könnte mit Höhenverlust
rechts umgangen werden. Für den Gletscher selbst drei
Pflichtdinge: SEIL, PICKEL, STEIGEISEN! Erfahrung in Spaltenreichen
Gelände von entscheidemden Vorteil. Durch den
Gletscherrückgang haben sich auf der Scheitelhöhe viele
Spalten gebildet und eine riesige durchzieht links des Anstiegs fast
den gesamten Gletscher. Momentan am besten zu nächst direkt auf
die Gipfelpyramide zu. Nach etwa 200m scharf rechts leicht absteigend
zum Gletscherrand hinab. Anschließend auf den Grat und in
leichter Kletterei zum aussichtsreichen Gipfel empor.Variante direkter
Gipfelkamin, auffälliger breiter Riss unter dem Gipfel, in
luftiger Kletterei III-IV zum höchsten Punkt.
Für gestandene Alpinisten eine grandiose Traumtour! Im Abstieg an
den Anstiegsweg halten. Vor allem sich gut den Einstieg in den
Felskessel einprägen, da diese Berge gerne bereits ab Mittag in
Nebel verschwinden und ein Weg finden sich dadurch erheblich erschwert.
Für die gesamte Tour sollten je nach Verhältnissen 8 bis zu
10 Stunden eingeplant werden. Am nächsten Tag startet der
berühmteste Höhenweg Venezuelas, die Travesia. Eine Querung
zum Bolivar auf über 4500m Höhe. Um diese zu erreichen steil
über eine Geröllrinne an deren rechten Rand in die
düsteren Wände hinauf. Zuletzt stark rechts Steinmännern
folgend über Bänder den aufragenden Zacken oberhalb queren um
in die dahinter liegende Scharte zu gelangen (La Ventana). Ab hier
leicht bergab in die Travesia hinein. Bei guter Sicht fantastische
Ausblicke in den grünen, von Urwäldern überzogenen
Süden. Eine begrünte Wiesenstufe bildet die Halbzeit der
Tour. Von hier wäre es möglich den Gipfel der La Concha mit
4922m zu erklettern. Allerdings auch Kletterei im oberen dritten Grad.
Weiter ohne Nennenswerten Auf- und Abstiegen dem Spitz aufragenden
Bolivar entgegen. Zum Schluss links des Bolivargipfels auf eine
Schulter empor, in deren weiteren Verlauf sich ein paar geschützte
Zeltplätze befinden. Diese hier sind sehr ruhig da alle anderen
bereits unterhalb der Laguna Timoncita oder am See selbst zelten. Zur
Trockensaison unter Umständen belegt. Für die Travesia
sollten auch 6-8 Stunden eingeplant werden. bei Aufstieg zur
Seilbahnstation am Pico Espejo am selben Tag nochmals 1-2 Stunden mehr.
Vom erwähnten einsameren Zeltplatz eine halbe Stunde Mehraufwand
zum Bolivar. Je nachdem am nächsten Tag zur Laguna Timoncita 4750m
Höhe. Nur wer den IV Grad alpin im klettern beherrscht sollte
einsteigen. Bei Aufstieg zur Regenzeit meist alles unter Eis und somit
hochalpine Verhältnisse!! Einstieg zur Routa Weiss im mittleren
Karbereich leicht links, eine Pfadspur im Geröll führt zum
Einstieg. Die Standplatze sind mit je zwei PETZL Bohrhaken gesichert.
Teilweise aber unter Eis, je nach Verhältnissen. Einstieg II, dann
zuerst links, dann rechts zur Schlüsselstelle IV. Oberhalb in die
Scharte links des Gipfels II-III oder ab Standplatz oberhalb der
Schlüsselstelle Variante nach links von mir bis V/Eis, zwei
Schlingen (rote von mir hinterlassen). Kleiner Kamin IV zum Grat. Auf
diesen über Zacken zur vorher erwähnter Scharte der
Normalroute und weiter den Grat teils links III zum Gipfel mit der
Bolivarbüste. Im Abstieg abseilen, erhöhte Vorsicht bei
Schlechtwettereinbruch und vor allem bei Gewitter. Am letzten Tag noch
den mit gelben Markierungen versehenen Normalweg (Trittsicherheit
erforderlich/I) in 1-2 Stunden zum Pico Espejo 4765m und somit zur
höchsten Seilbahnstation der Welt! Kompletttour somit
abgeschlossen. Bei guten Verhältnissen in 6 Tagen gut machbar, da
aber immer mit Schlechtwetter und Nebel zu rechnen ist würde ich
vorschlagen wie wir es gemacht haben bei der Tour inklusive der Gipfel
10 Tage anzusetzen.
Dann viel Spaß bei den Abenteuern auf den Eisgipfeln am Rande des Amazonas!